Am 27. und 28. September 2014 fand bei uns der „Tag der BF“ statt. 24 Stunden sollen dabei die Kinder und Jugendlichen in der Wache zusammen sein und alle anfallenden Arbeiten - und natürlich auch die Einsätze - gemeinsam meistern. Der Tag soll ganz so ablaufen, wie die Kameraden der Berufsfeuerwehr ihn täglich erleben.   

So fanden sich die Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr pünktlich um 7.00 Uhr mit ihren Sachen in der Wache ein. Die Betreuer sahen in erwartungsvolle Gesichter. Haben wir doch eine recht junge Truppe, für die das der erste Tag wie bei der Berufsfeuerwehr sein sollte.

Nach der Begrüßung und dem Umziehen ging es dann auch los. Zuerst wurden die Trupps und die Besatzungen der einzelnen Fahrzeuge eingeteilt. Danach wurden die Fahrzeuge kontrolliert und gegebenenfalls das eine oder andere eingeladen. Man wollte ja bestens vorbereitet sein …

 

Ein Bild Ein Bild

 

Im Anschluss folgte ein ausgiebiges Frühstück, damit sich alle "Einsatzkräfte" für die bevorstehenden Einsätze stärken konnten.

Und nach dem Frühstück ging auch plötzlich das Licht an und der Alarmgong ertönte. "Einsatz für den LF8/6 - Ölspur im Gewerbegebiet West". Nach der Lageerkundung durch den Einsatzleiter wurde die "Ölspur" (die natürlich keine echte war) mit "Bindemittel" abgestreut und das gebundene Öl aufgenommen.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

 

Kaum war der LF wieder in der Wache, ertönte 9.23 Uhr erneut der Alarmgong - „Einsatz für den LF - Einsatzstichwort: Wohnungsbrand, An der Magistrale 105“. Mit erschrockenen Gesichtern ging es los. Der Einsatzleiter erkundete mit dem Angriffstrupp die Lage. Zur allgemeinen Erleichterung handelte es sich diesmal um einen Fehlalarm. Vor einem „Wohnungsbrand“ hatte unsere Jugend dann doch genügend Respekt.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild

 

Nach der Ankunft in der Wache ließ auch der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten. 9.48 Uhr rief der Alarmgong die Truppe mit dem TSF-W und dem MTF in das Gewerbegebiet West. Bei der Firma Coca-Cola war ein Melder eingelaufen. Nach der Lageerkundung konnte das Feuer im Fassadenbereich erfolgreich unter Einsatz von 3 C-Rohren gelöscht werden.

 

Ein Bild Ein Bild

 

11.30 Uhr ging es dann zum Tauschen der Schläuche zur Hauptwache und gegen 12.00 Uhr trafen die Jugendlichen wieder in der Wache ein.

Diese Zeit konnten die Betreuer nutzen und das Mittagessen vorbereiten.

Auf die Jugend wartete Wurstgulasch mit Nudeln und Käse.

Und wie es nun mal ist, nach dem Mittagessen begaben sich die Kräfte zur Mittagsruhe. So können dann die Einsätze am Nachmittag bestimmt genauso erfolgreich absolviert werden.

 

Ein Bild

 

Eine wirkliche Ruhe wollte sich aber nicht einstellen - zu groß war doch die Aufregung bei allen.

Und so ließ der nächste Einsatz dann auch nicht lange auf sich warten. 12.40 Uhr ertönte der Alarmgong. Diesmal war ein "First Responder Einsatz" das Einsatzstichwort. Was war passiert? Da hatte doch eine böse Frau ihren Ehemann zusammengeschlagen und schwer verletzt auf dem Balkon ausgesperrt. Es galt - als erste Einsatzkräfte vor Ort - den Mann zu retten und die Erstversorgung durchzuführen.

Dies hat auch wunderbar funktioniert und so konnte auch dieser Einsatz erfolgreich beendet werden.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild

 

An dieser Stelle sei gestattet, einmal in die „Leitstelle Passendorf“ zu schauen.

Unser Steven ist als "Leitstellenmitarbeiter" für die Alarmierung und den Funkverkehr zuständig.

 

Ein Bild

 

Und dieser Ton sollte die Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr an diesem Wochenende noch mehrmals aus dem Alltag reißen.

 

Natürlich stand auch der Dienstsport auf dem Programm. Die Fitness ist schließlich für jeden Feuerwehrmann ein wichtiger Punkt. So galt es, eine Runde durch das Wohngebiet zu laufen und sich im Gerätehaus in mehreren Übungen zu beweisen.

 

Ein Bild Ein Bild

 

Zum 5. Einsatz ertönte dann um 14.52 Uhr der Alarmgong. Es wurde ein Containerbrand im Industriegebiet gemeldet. Dieser beschränkte sich auf 2 kleine Feuerstellen, wie sie die Jugend bereits in den Ausbildungen mehrfach abgelöscht hat.

Ein "besorgter Bürger" wies die zwei Fahrzeuge ein und so konnte der Brand schnell gelöscht werden.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild

 

Nach der Absolvierung dieses Einsatzes ging es zurück zu Kaffee und Kuchen und es hieß abwarten,  was wohl als nächstes passieren wird.

 

Zum sechsten Einsatz wurden unsere Kräfte um 16.21 Uhr in die Ehm-Welk-Straße alarmiert. Dort soll sich ein kleines Tier auf einen Baum verirrt haben und nun nicht mehr aus eigener Kraft herunter kommen. Nachdem der Bereich vor dem Wohnblock abgesucht wurde, wurde der kleine Pechvogel gefunden. Mit 2 Steckleitern gelang es unseren Jugendlichen, das "Tier" aus seiner misslichen Lage zu retten. Unter dem Beifall der umstehenden Zaungäste konnte auch diese Einsatzstelle verlassen werden.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

 

Um 17.28 Uhr schallte der Alarmgong erneut durch die Wache. Diesmal wurde im Industriegebiet eine Person vermisst. Dazu kam, dass am vermuteten Ort der Person eine Rauchentwicklung stattgefunden hat. Also war Eile geboten. Mit dem TSF-W und dem MTF ging es zu der Bunkeranlage in der Schieferstraße. Ausgerüstet mit einem C-Rohr ging der Angriffstrupp zur Personensuche vor. Die Person konnte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden und das Feuer wurde gelöscht. Allerdings brachte dieser Einsatz auch eine Menge neues Wissen für unsere Jugendlichen mit. Sie lernten, wie man sich in einer unklaren Situation an einem unbekannten Ort verhält. Es gab eine Menge praktischer Tipps vom Jugendwart und den anderen Aktiven vor Ort. Und im (durch eine Nebelmaschine verrauchten) Bunker konnten die Jugendlichen ihr Wissen unter unserer Aufsicht gleich ausprobieren. Wieder wurde ein Einsatz erfolgreich abgearbeitet.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild

 

Was dann folgte, waren einige Einsätze, bei denen die Jugendlichen zu den unterschiedlichsten Sachverhalten geschickt wurden. Einmal wurde der Einsatz abgebrochen, weil der Anwohner den Brand inzwischen selber löschen konnte; einmal lag doch keine Suizidabsicht bei dem Mieter vor. Aber auch derartige Situationen müssen gemeistert werden und gehören zum Alltag einer Berufsfeuerwehr.

Allerdings kam dann um 19.05 Uhr die Meldung, dass ein "psychisch gestörter Bürger" in der Wolfgang-Borchert-Straße nackt umher läuft. Mit etwas Mühe gelang es, den Mann "einzufangen" und dem Rettungsdienst zu übergeben.

 

Ein Bild Ein Bild

 

Um 21.00 Uhr kam dann der vierzehnte und (hoffentlich) letzte Einsatz des Tages. Es wurde ein Großbrand auf dem Gelände des FSV Neustadt "Am Kinderdorf" gemeldet. Mit allen 3 Fahrzeuge rückte nun unsere gesamte Wehr aus, um gemeinsam das Feuer zu bekämpfen. Vor Ort bestätigte sich die Lage und mit 2 C-Rohren gelang es, das Feuer zu löschen.

Gegen 22.00 Uhr herrschte dann im Lager der Jugendwehr Nachtruhe.

Es blieb die Hoffnung, dass die Nacht soo ruhig bleibt. Immerhin war es ein erlebnisreicher und aufregender Tag für unsere Jugendlichen. Aber die 24 Stunden waren ja noch nicht rum.

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild

 

Die Ankunft der Rettungskräfte. 

(Blaulicht und Martinshorn gab es an diesem Tag natürlich nur auf den letzten Metern bzw. auf dem jeweiligen Privatgrundstück!)

 

  

Auch das noch - VKU im Versorgungsgebiet ...

Zum Einsatz 15 wurde unsere Jugend dann noch einmal geweckt - eine Feuerwehr ist eben weder eine Schön-Wetter-Wehr, noch sind die Einsätze an Tageszeiten gebunden. Und so passiert es eben auch, dass eine Frau nachts von der Disco kommend, von einem Auto überfahren wird. Eilig ging es in das Industriegebiet, um der Frau zu helfen. Doch das sollte nicht alles sein. Der Fahrer stand so unter Schock, dass er immer wieder auf die Einsatzkräfte los ging und beruhigt werden musste. Und der Beifahrer - auch unter Schock - lief davon und versteckte sich im Unterholz. Das roch nach ganz schön Arbeit …

 

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild Ein Bild Ein Bild

Ein Bild

 

Aber die Frau konnte gerettet werde, der Beifahrer wurde gefunden und ab ging es zur Wache.

… und ab in die Betten !

 

Die Nachtruhe sollte noch einmal unterbrochen werden. Diesmal aber durch die Pieper der Aktiven. Diese wurden - gemeinsam mit dem Löschzug der Hauptwache und den Kameraden aus Neustadt zu einem „Wohnungsbrand“ in die Albert-Einstein-Straße alarmiert. Gegen 4.49 Uhr bemerkten Mieter einen Brandgeruch im Treppenhaus. Über die Drehleiter wurde sich Zugang zur Wohnung verschafft und der Mieter geweckt. Hatte ihn doch beim Zubereiten seines Sonntagsbratens die Müdigkeit übermannt und der Braten …

 

Na ja. Am Sonntag ließen wir die Jugendlichen (anders wie eigentlich geplant) dann doch richtig ausschlafen. Erst gegen 8.00 Uhr war Wecken angesagt. Schnell war das vorbereitete Frühstück auf dem Tisch und alle stärkten sich. Abschließend wurden dann noch die Fahrzeuge, die Wagenhalle und der große Saal aufgeräumt und gereinigt und es gab einen Abschlussappell.

Den Jugendlichen - und auch allen Betreuern der Wehr - hat das Wochenende sehr gefallen und alle freuen sich "einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr 2015".

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal im Namen der Wehrleitung an alle Betreuer und Unterstützer - ohne die dieser Tag gar nicht hätte stattfinden können!

Und ein ganz besonderer Dank gilt unserer Nachbarwehr aus Nietleben für die tolle Hilfe!

 

 

   
Copyright © 2018 Freiwillige Feuerwehr Halle-Passendorf. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Freiwillige Feuerwehr Halle-Passendorf
© webmaster FF Halle-Passendorf